Das Steinbrück entscheidet

Re: Steinbrück zwischen Abkapseln und Aktionismus

Steinbrück hat wieder ein wenig nachgedacht und herausgefunden, dass „Das Wir entscheidet“. Diese Parole soll nun das ideale Motto für den Wahlkampf der SPD sein.
Bedauerlicherweise wird derselbe Slogan bereits von einer Zeitarbeitsfirma verwendet. Nicht nur hinsichtlich der sprachlichen Fehlkonstruktion dieser Wortsammlung wird der verbale „Geniestreich“ nun kritisiert.
„Problem – Peer“ reagiert als ihm Journalisten vorhalten, dass die Recherche möglicherweise bei der Motto-Auswahl unvollständig war, entrüstet auf besonders geistreiche Art mit dem Ausruf: „Hätte, hätte, Fahrradkette“
Peers „Wortwitz“ ist doch eher Kindergartenniveau als sprachlich brillant, oder???

Ich lese immer wieder von den rhetorischen Fähigkeiten Steinbrücks. Das empfinde ich als irritierend, weil ich bisher noch nichts Gescheites von ihm gehört habe.

Steinbrücks Ausrutscher sind doch nicht kommunikative Missverständnisse, wenn er sich beispielsweise ausführlich über das Kanzlergehalt äußert. Und wenn er italienische Politiker als Clowns bezeichnet, erscheint er mir eher selbst wie ein Kasperl.

Diese ganzen rhetorischen und inhaltlichen Fehlgriffe waren keine Fehlinterpretationen seiner intellektuellen Tiefsinnigkeit, sondern vielmehr von Steinbrück höchstpersönlich politisch und kommunikativ deplatzierte Meinungsäußerungen.

Es wirkt geradezu lächerlich, wenn Steinbrück nun die Medien dafür verantwortlich macht, dass er angeblich in falscher Weise verstanden wird. Gerade die Presse war ihm recht wohlgesonnen am Anfang seiner Kanzlerkandidatkarriere angesichts des kaum noch erträglichen schwarz-gelben Desasters.
Viele Journalisten hatten bereits ernstzunehmende Schwierigkeiten damit. die unfassbare Misere der Bundesregierung noch als „Verkettung unglücklicher Umstände“ dem schlechtinformierten Publikum im Auftrag der Chefredakteure zu verkaufen.

Welche Ironie steckt denn hinter der von Steinbrück initiierten Kanzlergehaltsdiskussion??? Welche Ironie steckt hinter der Clown – Bezeichnung hochrangiger italienischer Politiker???
Die Steinbrück-Rhetorik ist regelmäßig nicht ironisch sondern einfach nur recht unintelligent in meinen Augen.
Vielleicht weiß Steinbrück gar nicht, was Ironie ist.
Vielleicht brauchen wir eine Anleitung, um Steinbrücks Verbalentgleisungen richtig aufzufassen.
Vielleicht müssen wir nur einen Kopfstand machen, um Peers Weltbild richtig nachzuvollziehen.
Vielleicht müssen wir auch Peer Steinbrück heißen, um Peer Steinbrück besser zu verstehen.

Wenn über Steinbrücks große Fachkompetenz schwadroniert wird, braucht einfach nur einmal verglichen zu werden, was dieses „Genie“ vor und was er nach der Finanzkrise so artikuliert hat.
Für mich ist klar, er hat keine Ahnung und er hatte auch nie eine.

Steinbrück wird vielfach als peinlich empfunden.
Er ist so peinlich, dass nun viele lieber eine Neuauflage der schwarz-gelben Regierungskoalition hätten, um sich nicht 4 Jahre fremdschämen zu müssen.
Vermutlich macht er bei seiner Wahlniederlage auch noch die Wähler verantwortlich:
Sie hätten sein überragendes Genie nicht verstanden. lol
Steinbrück unser verkanntes Genie!!!
Absurd.

Von daher wäre es wohl das Beste für die SPD, Steinbrück endlich abzusägen als K-Kandidat. Andernfalls wird er möglicherweise noch Steinmeiers Negativrekord übertreffen und mit der SPD nicht einmal 20% der Wählerstimmen erringen.
Mit Steinbrück sind sogar 18% realisierbar.
Ein Traumergebnis, nicht wahr???
„Das Steinbrück entscheidet“ wäre auch ein gutes Wahlkampfmotto, oda???

2 Responses to “Das Steinbrück entscheidet”

  1. Ich mal wieder :-) sagt:

    Vielleicht wurde ja Steinbrück ausgewählt, damit garantiert Merkel wiedergewählt wird!? Dieselben Leute steuern beide.

    Nur so ein Gedanke.

    • Auceza sagt:

      Ja, ist gut möglich. Aber wir wissen es nicht.
      Es gibt ja auch echte Steinbrück-Fans, die glauben, dieser Mann sei die Idealbesetzung.
      Diese Leute sind vielfach männlich, im ähnlichen Alter wie Steinbrück und blicken in etwa auf dasselbe Lebenswerk wie der „Möchtegernkanzler“ zurück: Sie hinterlassen eine Gesellschaft in Trümmern, albern wie Kindsköpfe herum angesichts der ernsthaften Lage und halten sich selbst für die Allerbesten.
      So ist das eben.

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