Entsorgung von Notleidenden

Re: Heftige Debatte um Gesetzentwurf zu Sterbehilfe
PolitikerInnen versuchen nun die aktive Sterbehilfe in Deutschland teilweise zu legalisieren: Es soll zukünftig erlaubt sein, bei der „Entsorgung“ pflegebedürftiger Menschen hilfreich zu sein. Damit werden massenweise Mordfälle juristisch legitimiert. Sterbehilfe ist Hilfe beim Selbstmord, ist Beihilfe zum Mord. Welche langfristigen Konsequenzen sind zu erwarten, wenn aktive Sterbehilfe gesetzlich ermöglicht worden ist???

Die meisten Morde finden innerhalb der Familie beziehungsweise innerhalb des engeren sozialen Umfeldes statt. Dies belegen zahlreiche Studien zu diesem Thema.

Die Pflege von schwerkranken Menschen ist sehr kraftraubend und überfordert nicht wenige familiäre Pflegekräfte – insbesondere dann, wenn ein langsamer, schleichender Krankheitsverlauf vorliegt. Irgendwann liegen die Nerven blank und es wird nach Auswegen gesucht.

Auch die alten, kranken Menschen bemerken, dass sie zur Last werden und wie sehr sie die Kraftreserven ihrer Liebsten beanspruchen. Nicht selten taucht dann die Sehnsucht auf, dieser scheinbaren Sinnlosigkeit und dem Elend entkommen zu wollen. Sie mögen sich dann aufopfern und verkünden ihre Bereitschaft, endlich sterben zu wollen.

Auch gibt es nicht wenige Familienangehörige und Nahestehende aus dem Bekanntenkreis, welche auf das Verenden insbesondere von wohlhabenden und lästigen Menschen hoffen und spekulieren. Diesen Personen werden Tür und Tor geöffnet, um ihren schwerkranken Verwandten sukzessiv beizubringen, was für „nutzlose Esser“ sie doch geworden sind.
Oftmals haben Formen der negativen Suggestion irgendwann Erfolg bei den auf Hilfe angewiesenen, abhängigen Menschen. Insbesondere auch deshalb, weil Schwerkranke sowieso mit ihrem Selbstwertgefühl zu kämpfen haben. So werden durch Sterbehilfe-Gesetze Anreize geschaffen, um Mitmenschen zu entsorgen.

Gegenwärtig besteht ein breiter gesellschaftlicher Konsens, dass würdevoll, ehrlich und „vernünftig“ mit der Sterbehilfe umgegangen werden sollte. Den Bürgern ist noch klar wie nahe diese Aktivität dem Straftatbestand des Mordes steht.
Diese Mentalität wird sich bei der schrittweisen Legalisierung von Sterbehilfe jedoch langsam verändern. Irgendwann gelten Selbstmord sowie Beihilfe zum Selbstmord als probate Mittel.

Zunächst wird der Selbstmord bei absolut verzweifelten Situationen akzeptiert, dann bei etwas weniger verzweifelten Situationen und irgendwann bei „unbequemen“ Situationen.
Die Gewöhnung an den gesetzlich legitimierten Mord wird solche Früchte tragen bis schließlich die Ermordung von Mitmenschen als Normalität breite Akzeptanz findet.

Dann können alle „unwürdigen“ Existenzen gezielt und legal mit psychologisch geschulter Hilfe beendet werden. Dann wird „minderwertigen“ Menschen systematisch nahegelegt, sich zum Wohle der Gesellschaft bitte unverzüglich vom Leben zu verabschieden.

Im Endergebnis wird die massenweise Ermordung von kranken und pflegebedürftigen Menschen unter dem Deckmäntelchen der „Humanität“ gesetzlich ermöglicht. Das wirkt heute zutiefst verstörend. Irgendwann gilt es als Alltäglichkeit.
Das ist meiner Ansicht nach nicht liberal sondern verbrecherisch.

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