Kaputt gegeizt

Re: Bundesbank will Draghi einfangen
Manche „Experten“ begreifen noch immer nicht den Ernst der Lage. Sie leben scheinbar in einer geistig konservierten, durch Wohlstand gepamperten Welt.
Die Eurokrise ist keine Kleinigkeit und auch nicht ein vorübergehender Schluckauf. Vielmehr stehen mittlerweile zahlreiche Länder der Eurozone kurz vor dem Kollaps. Das Spardiktat sowie eine restriktive Notenbankpolitik sind in dieser Situation ökonomischer Schwachsinn.

Während der Chef der EZB bereits den überaus gefährlichen Umfang der europaweiten Krise erkannt hat, fordern kleingeistige Realitätsverweigerer eine Begrenzung inflatorischer Maßnahmen.

Allerdings ist es nicht möglich, dass die betroffenen Nationen der Eurozone sich „gesund“ sparen und ihre Kredite planmäßig tilgen. Die Überschuldung hat bereits eine zu große Dimension angenommen. Wegen der zunehmend rückläufigen realwirtschaftlichen Entwicklung in Europa ist die Rückzahlung vieler Staatskredite nicht mehr möglich. Nicht wenige Nationen – auch die Bundesrepublik Deutschland – haben sich in der bangen Erwartung einer „rosigen“ Zukunft finanzpolitisch übernommen. Nach der Devise „think positive“ wurden alarmierende Signale einfach ignoriert.

Die verlangten Sparmaßnahmen gehen vielerorts bereits an die Substanz und führen unmittelbar zum Abbau von ökonomisch notwendiger Infrastruktur. Wenn jedoch erst einmal die staatliche Infrastruktur zerstört worden ist, wird es sehr zeit- und kostenaufwendig, diese erneut zu errichten.
Dem Verlust von Infrastruktur folgt notwendiger Weise auch eine Verringerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Das Ergebnis ist eine realwirtschaftliche Schrumpfung der betroffenen Volkswirtschaften. Dadurch verschärft sich die Krise und Staatspleiten werden immer wahrscheinlicher. So wird mit dem Spardiktat und auch der Forderung nach restriktiver Notenbankpolitik auf grob fahrlässige Weise in manchen Regionen Europas eine Negativspirale in Gang gesetzt.
Wenn die Einnahmequellen für den Fiskus versiegen, gibt es auch keine Möglichkeit mehr zu sparen. Niemand spart, wenn kein Geld vorhanden ist.
Gespart werden sollte in den 7 guten Jahren.
In den 7 schlechten Jahren ist nichts mehr zum Sparen vorhanden.

Im Zusammenhang mit dem unsinnigen Spardiktat stehen auch alle übrigen konservativen Bemühungen um Konsolidierung. Es ist schon längst zu spät für eine derartige Politik.
So kritisieren Bundesbänker die inflationsfördernden Maßnahmen der EZB. Der Chef der Europäischen Zentralbank versucht jedoch nur Krisenstaaten zu stützen, um den Kollaps zu verhindern. Wollen die Leute von der Bundesbank und auch die Bundesregierung eine Katastrophe provozieren???
Sind sie eine Art von Terroristen???

Natürlich kann eine inflatorische Politik auf Dauer nicht funktionieren. Das Vertrauen in die Währung geht sukzessiv verloren. Dieser Prozess der zunehmenden Unsicherheit ist mit zahlreichen negativen Folgen verbunden.
Allerdings ist dies nun nicht mehr zu verhindern.

Langfristig betrachtet sind die Staaten der Eurozone zu unterschiedlich, damit die Währungsunion in der aktuellen Konstruktion funktionieren kann. Die Heterogeninät Europas ist auch kein Mangel sondern wünschenswert und zugleich auch die wesentliche Stärke Europas.

Dies alles begreifen vermutlich Frau Merkel und ihre Gesinnungsgenossen nicht und pöbeln von daher abfällig über ihnen fremde Kulturen und Lebensweisen.
Sie argumentieren auf dem Niveau der Nationalsozialisten, welche anderen Völkern pauschal „Trägheit“, mangelnde Lebenstüchtigkeit und Ähnliches im Rahmen einer faschistischen Rassenkunde unterstellt haben.
Es wirkt beinahe so, dass nun die Bundesregierung das Vernichtungswerk der Nazis auf ökonomischer Ebene fortsetzen mag.
Die fremdenfeindlichen Denkweisen von Frau Merkel und anderen CDU – Politikern sind symptomatisch für den gelegentlich anzutreffenden, intellektuell rückständigen germanischen Hass auf alles Nicht-Deutsche.

Der Euro ist zum Scheitern verurteilt, was sich bereits mit zahlreichen Staatskrisen andeutet. Die einzige sinnvolle Lösung ist die Einführung von Landeswährungen neben dem Euro. Zugleich ist dieser Ansatz auch die letzte Möglichkeit, um den vollständigen Ruin der Eurozone zu verhindern.

Es geht nun darum, die Auflösung der Währungsunion möglichst ohne schwere Zusammenbrüche zu vollziehen. Das uneinsichtige Festhalten an der Gemeinschaftswährung ist bestenfalls noch als naiv und infantil zu beschreiben.

Der zwingende Weg zum Abriss der Bauruine Euro wird vom EZB – Chef beispielsweise durch den Aufkauf von Staatsschulden unterstützend begleitet, um das Schlimmste zu verhindern.
Hingegen provozieren die Bundesregierung sowie das Personal der Bundesbank möglicherweise sogar absichtlich den Super-GAU einiger europäischer Regionen.

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Empfohlene Quellen:
focusonline: Neue EZB-Hilfen für Spanien? Schäuble widerspricht
Abgeordneten Check: Merkel – Kein Geld mehr für Griechenland
Abgeordneten Check: „Dicke Berta“ führt zwangsläufig zu Inflation
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