Rechtspopulismus als politische Alternative???

Re: „Wer die D-Mark will, riskiert Spaltung Europas“

Die AfD ist gegenwärtig ein unbedeutendes politisches Phänomen, welches im Wesentlichen anderen nationalistischen Parteien hinsichtlich der inhaltlichen Positionierung vergleichbar ist.
Welt-Online betreibt scheinbar für diese extremistische Splittergruppe eine kostenlose Werbung zur Bundestagswahl 2013.
Ist das mit der angeblichen Unabhängigkeit dieses Mediums noch vereinbar???
Wäre es nicht ehrlicher, wenn sich Welt-Online beispielsweise als Parteizeitung der AfD oder der CDU outet damit die am Themenangebot interessierte Leserschaft auch schnell erkennen kann, woher der Wind bei dieser „objektiven, unabhängigen“ Berichterstattung tatsächlich weht???

Irgendein akademischer Fürsprecher der AfD versucht auf dem Wege von möglicherweise manipulierten Umfragen mit angeblich „wissenschaftlicher“ Methodik die Bekanntheit dieser politischen Bewegung zu erhöhen:
Ist das wirklich eine interessante Nachricht???
Ich empfinde dies eher als lachhaft hinsichtlich der wissenschaftlichen Leistung. Aber leider ist das mittlerweile typisch für die Kompetenz an deutschen Universitäten, welche sich rasant wenigstens der „Genialität“ der mittelalterlichen Scholastik wenn nicht sogar der Höhlenmalerei annähert.
Mancher Ego-Shooter hat heutzutage -bedauerlicherweise- ein intelligenteres Setting als das gesamte subventionierte Lebenswerk nicht weniger „hochdekorierter“ Professoren.

Für mich ist die von Welt-Online zum Thema AfD abgelieferte Berichterstattung eine sehr fragwürdige Medienkampagne mit einem bitteren Beigeschmack.
Des Weiteren erscheinen mir die erwähnten Stellungnahmen anderer politischer Gruppierungen bezüglich der AfD als trivial und peinlich. Sie präsentieren sich beinahe vorwiegend als das „geistlose“, wortwörtliche Wiederkäuen von Kritik, welche eiligst im Wikipedia nachgeblättert worden ist.
Was ist das für ein armseliger politischer Diskurs, den „Spitzenpolitiker“ der Grünen und der FDP betreiben???
Das ist demokratische Praxis auf dem allerniedrigsten Niveau, so dass es schon als demokratieverachtender Sarkasmus wirkt:
Die Meinungsbildung bei nicht wenigen dieser (noch) gewählten Politiker erinnert mich in beschämender Weise an das miserable Hauptschulniveau des von eben diesen Leuten gemeinschaftlich „verbrochenen“ deutschen Bildungssystems.

Ich denke, dass mittlerweile ein Großteil der Bevölkerung, wenn nicht sogar die Mehrheit sehr unzufrieden ist mit sämtlichen etablierten Parteien.
Allein dies ist aus der besprochenen, mit Mängeln behafteten Studie erkennbar.
Allerdings glaube ich nicht, dass dem Rechtspopulismus verdächtige CDU – Veteranen und ihre Helfershelfer die großen „Heilsbringer“ sind als die sie sich präsentieren.

Jedoch ist klar, dass sich die Konservativen massenweise durch Angela Merkel veräppelt fühlen, weil die CDU – Chefin als prinzipienlos erscheinende Opportunistin alle Ideale der konservativen „Gutmenschen“ billig verhökert hat, um ihre eigene Popularität beim manipulierbaren Publikum zu erhöhen.

2 Responses to “Rechtspopulismus als politische Alternative???”

  1. Gerlinde sagt:

    „Nationalistisch“?
    „Extremistische“ Splittergruppe?

    Hoffentlich lässt Du Dir diese Propaganda für die Euro-Währung auch gut bezahlen?

    • Auceza sagt:

      Ich selbst sehe die Währungsunion kritisch und wäre nicht unbedingt gegen eine Auflösung des Währungsverbundes. Allerdings mag ich mich nicht den Gesinnungsgenossen vom AfD anschließen.
      Die Argumentationen dieser Leute haben mir zu sehr ein Geschmäckle und erinnern insbesondere dann an rechtspopulistische Gruppierungen, wenn die AfDler ähnliche Terminologien und Kampfbegriffe wie den Rechtsradikalen verwenden.
      Meiner Ansicht nach ist der Euro zum Scheitern verurteilt, weil die Volkswirtschaften innerhalb der EU zu heterogen sind. Darüber habe ich vor einiger Zeit auch mehrere Artikel geschrieben (http://auceza.de/bauruine-euro/).

      Abgesehen davon, ist nicht nur die Währungsunion eines der großen „Problemzonen“ in der deutschen Politik. Allein mit ihrem Protest gegen den Euro bietet die AfD in meinen Augen zu wenig und dieses magere Angebot hat mir einen zu vermoderten, ultrakonservativen Beigeschmack der ewigen Besserwisser und de facto Nichtskönner.

      Die AfD wird insbesondere von Akademikern favorisiert. Allerdings sind es genau diese Leute, welche die meisten gesellschaftlichen Fehlentwicklungen seinerzeit verbrochen haben mit ihren weltfremden, „verrückten“ Politikempfehlungen.
      Gerade die Wirtschaftswissenschaftler, die nun auch gegen den Euro polemisieren, predigen an den Universitäten noch immer völlig „unbelehrbar“ den Neoliberalismus, welcher überhaupt erst die Weltwirtschaftskrise und die Bankenspekulationen in erheblichem Umfang verursacht hat.
      Davon mögen die Besserwisser vom AfD natürlich nichts hören.

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