Staatliche Rentenversicherung endlich abschaffen

Die OECD ignoriert bei ihren Überlegungen und „Empfehlungen“, dass insbesondere bei Menschen mit geringem Einkommen bereits heute in Deutschland die Lebenserwartung sinkt.

Wer also eine längere Lebensarbeitszeit fordert ohne die sehr unterschiedlichen Arbeitsbedingungen in den verschiedenen Branchen zu berücksichtigen, wird diesen Verhältnissen nicht gerecht.
Die Forderung der OECD ist zu pauschal.

Darüber hinaus ist das Rentensystem ohnehin gescheitert, weil es auf der Idee einer „gesunden“ Bevölkerungspyramide basiert.
Die OECD sollte endlich anerkennen, dass die staatliche Rentenversicherung strukturell in den meisten Industrieländern nicht mehr funktioniert.

Es wäre sinnvoll, andere Versorgungssysteme zu entwickeln und die Rentenversicherung abzuschaffen.
Stattdessen wäre beispielsweise ein großzügig bemessenes, bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bundesbürger eine sinnvolle Lösung.

Es ist gegenwärtig so, dass bei schrumpfender, überalterter Bevölkerung die nachwachsenden Generationen ständig schlechter gestellt werden: sie müssen immer mehr einzahlen und erhalten gleichzeitig immer weniger Rente.
Das ist strukturell ungerecht und nicht mehr vertretbar.

„Die Renten sind sicher.“, meinte einst der CDU – Politiker Norbert Blüm und hat damit das deutsche Volk hinters Licht geführt, welches argwöhnte, dass das Rentensystem scheitern könnte.

Das deutsche Rentensystem ist nicht sicher.
Es war auch nie sicher.
Es ist nur sicher, dass es so nicht weitergehen kann.

4 Responses to “Staatliche Rentenversicherung endlich abschaffen”

  1. Maren sagt:

    Ja das stimmt natürlich, dass die private Altersvorsorge auch nicht 100% rosig aussieht aber es scheint mir im Moment die einzige sinnvolle Möglichkeit zu sein. Ich witzle mit meinem Lebensgefährten immer, das wir uns ein Haus mit großem Garten zur Selbstversorgung anlegen – mittlerweile kann man diesen Gedanken ja fast ernsthaft verfolgen. Aber den Kopf in den Sand stecken bringt halt auch nix, die Hoffnung stirbt zuletzt ;).

    • Auceza sagt:

      Find ich gut, dass Du Dich von den teilweise schwierigen Umständen nicht entmutigen lässt. :)

      Das zunehmende Scheitern des staatlichen Rentensystems und die Probleme mit der privaten Altersvorsorge sehe ich primär auch als Teilaspekte kritikwürdiger gesellschaftlicher Entwicklungen an.

      Die Politiker machen es sich zu einfach, wenn sie beim Versagen ihrer Konzepte die Bürger in die Pflicht nehmen nach dem Motto: Mut zu mehr Verantwortung.
      Unsere Volksvertreter übernehmen selbst immer weniger Verantwortung für ihr eigenes Handeln, erwarten jedoch, dass die Bürger alles richtig machen.
      So geht das nicht meiner Ansicht nach.

      Von daher befürworte ich eine Neuorganisation des Sozialstaates.

  2. Maren sagt:

    Das das Rentensystem hinten und vorne nicht reicht, ist ja schon lange kein Geheimnis mehr. Umso wichtiger ist es, sich selbst um seine Altersvorsorge zu kümmern. Sei es mit einer Lebensversicherung, einem Bausparvertrag, einem Eigenheim usw. Ich glaube nicht, dass sich so schnell was ändert. Und selbst wenn ein neues, besseres System erdacht wird, was passiert mit den Beiträgen die schon eingezahlt wurden? Sollen die einfach so verfallen? Wahrscheinlich kann man es keinem Recht machen.
    Trotzdem stimme ich dir zu, dass die Forderungen zu pauschal und nicht an die aktuellen Bedürfnisse unserer Gesellschaft angepasst sind. Wie gesagt, uns bleibt nu übrig, uns selbst zu kümmern. :(
    Viele Grüße Maren

    • Auceza sagt:

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. :)
      Ja, eine Systemumstellung ist immer mit Ungerechtigkeiten verbunden.
      Deshalb sehe ich es auch als Notwendigkeit an, ein bedingungsloses Grundeinkommen großzügig zu bemessen.

      Ich würde gern Deine Zuversicht teilen, dass die private Altersvorsorge eine funktionierende Alternative sei.
      Sie ist es meines Erachtens nur für einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung.
      So wird die private Altersvorsorge durch die Inflation aufgefressen beziehungsweise durch niedrige Reallöhne faktisch für sehr viele Menschen unmöglich gemacht.

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