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Konzept

Mittwoch, Januar 4th, 2012

— Que sera sera. —

0. Vorwort
Audio Vorwort

Wie kann ich nur ein überzeugendes und ansprechendes Konzept für auceza.de entwickeln???
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich genügend Ideen für die Konzeptgestaltung gewinnen konnte.

Zunächst stand mir eigentlich nicht der Sinn danach, meinen Aktivitäten hier einen konzeptionellen Rahmen zu geben.
Meine Intention war es ursprünglich, mich mit dem CMS – System WordPress vertraut zu machen sowie mit verschiedenen Aufsätzen ein paar Gedanken zum Ausdruck zu bringen, welche mir auf der Seele lasteten.

Nachdem ich einige Artikel verfasst und längere Zeit am Design der Website herumgebastelt hatte, konnte ich mich mit dem Gedanken, das Ganze etwas professioneller anzugehen, immer mehr anfreunden.

Jedoch fiel es mir nicht leicht, ein Exposé zu formulieren und dies ist ganz bestimmt nicht der erste Anlauf. 😀
Und wie die Dinge so liegen, wird es vermutlich noch einige weitere Konzeptversionen geben. Es ist ja nun einmal so, dass sich alles in Veränderung befindet und natürlich gilt das ebenfalls für diesen Entwurf.

Ich möchte mit der hier vorgestellten Konzeption alle LeserInnen und Freunde von auceza.de ansprechen und auch dazu motivieren, sich selbst beispielsweise als AutorIn miteinzubringen.

Es würde mich sehr freuen, wenn es auf diese Weise gelingen könnte, den Einen oder die Andere zum Mitmachen zu ermuntern. 😉

Liebe Grüße, Deine Auc :)

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1. Einführung

Es gibt ja mittlerweile zahlreiche Blogs und Websites im Internet und es werden täglich mehr. Dies gilt nicht nur für den deutschsprachigen Raum.

Mich persönlich freut diese Entwicklung, weil es schön ist, wenn sehr viele Menschen sich im worldwide web verwirklichen können.

Jedoch wirkt die daraus resultierende gigantische Angebotsvielfalt manchmal auch etwas verwirrend.
Des Weiteren strapaziert nicht nur das Internet mit seinen unglaublich vielen Facetten unser Orientierungsvermögen, sondern die abendländischen Kulturen scheinen ebenso immer bunter und unübersichtlicher zu werden.

Von daher ist es sinnvoll, gute Angebote zur Orientierung innerhalb des worldwide webs zu machen sowie auf interessante Trends jenseits des kommerzialisierten Mainstreams hinzuweisen.
Dies ist eine wesentliche Zielsetzung von auceza.de.

Das Gewinnen einer an den persönlichen Bedürfnissen ausgerichteten Übersicht im Internet erscheint mir eine wesentliche Voraussetzung dafür zu sein, dass Abstimmungsprozesse im Netz gut funktionieren. So kann sich die wünschenswerte Verwirklichung einer internetbasierten Demokratie 2.0 effizienter vollziehen.
Damit gehört die Website auceza.de zur Demokratie 2.0 – Bewegung und verfolgt die Zielsetzung, Menschen mit nützlichen Informationen zur persönlichen Lebensgestaltung zu versorgen. So mag auceza.de die Menschen dazu anregen, im Netz aktiv zu werden, sich einzumischen, politisch zu partizipieren.

In gewissem Umfang geschieht dies parteiunabhängig, aber sofern demokratische Strukturen durch bestimmte politische Gruppierungen geschädigt zu werden scheinen, gebe ich gerne die weitreichende parteipolitische Neutralität auf und stelle mich auf die Seite der überzeugten Demokratiebefürworter und Förderer des freiheitlichen Individualismus.
Gegenwärtig unterstützt auceza.de deshalb in besonderer Weise die Piratenpartei als eine Partei, welche die Freiheiten im Netz verteidigen mag und sich außerdem für die Realisierung einer Demokratie 2.0 einsetzt.

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2. Zielsetzungen

Das Anbieten von Orientierung und die Förderung der Demokratie 2.0 – Bewegung stellen die fundamentalen Anliegen von auceza.de dar.
Diese relativ allgemeinen Zielsetzungen lassen sich auch weiter spezifizieren.

Dies ist erforderlich, weil meines Erachtens nur die Begrenzung des Themenfeldes die Übersichtlichkeit einer Website gewährleisten kann.

Dabei schätze ich die Themenfelder FASHION, ESPRIT, LIFESTYLE als besonders wichtig ein.
Die Mode, mit welcher wir sympathisieren, ist ein Ausdruck unserer Persönlichkeit und bestimmt unser Auftreten sowie die Art und Weise der Kommunikation mit der Umwelt. Der modische Geschmack wiederum steht in einem engen Zusammenhang mit der persönlichen Lebensphilosophie, also grundlegenden weltanschaulichen Fragen, welche im Themenkreis ESPRIT besprochen werden. Die damit korrespondierende persönliche Positionierung in der Lebenswelt wird stark beeinflusst von Alltagserfahrungen und Begegnungen, welche unter der Rubrik LIFESTYLE zu finden sind.
Es gibt meiner Ansicht nach eine ständige Wechselwirkung zwischen FASHION, ESPRIT und LIFESTYLE.

Im Rahmen der FASHION – Rubrik werden bemerkenswerte Trends aus der Modewelt und auch andere Modeblogs vorgestellt.
Die Kategorie ESPRIT beinhaltet umfangreichere Aufsätze zu gesellschaftskritischen Themen sowie die nachdenkliche Auseinandersetzung mit verbreiteten Weltanschauungen. Darüber hinaus werden innerhalb der ESPRIT – Abteilung Argumente für die freiheitliche Grundordnung und die Demokratie 2.0 – Bewegung erörtert. Auf diese Weise kann die Leserin beziehungsweise der Leser die politische Einstellung ausbilden und die Meinung zu den gesellschaftlichen Phänomenen unserer Zeit weiterentwickeln. So wird es möglich, sich gut innerhalb unserer bunten Kultur zu orientieren.
Schließlich gibt es noch die Rubrik LIFESTYLE, in welcher vereinzelte Impressionen und Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte skizziert werden. Aufgrund dieser Thematisierung kann die eigene Individualität genauer bestimmt werden. Die Leserschaft kann sich idealerweise in einzelnen Artikeln selbst wiedererkennen, sich selbst positionieren.

Durch die Präsentation verschiedener Weltanschauungen, modischer Ausdrucksformen und unterschiedlicher Lebensstile werden dem interessierten Publikum breite Orientierungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Mitmachideen angeboten.

Da auceza.de ein e – journal ist, hat die Aktualität der einzelnen Beiträge nicht die höchste Priorität. Es soll nicht möglichst vollständig das Tagesgeschehen interpretiert und ausgewertet werden, sondern vielmehr geht es darum, längerfristige Trends und Tendenzen aufzuzeigen.
Andernfalls besteht meiner Meinung nach die große Gefahr, sich in der medialen Hektik inhaltlich zu verlieren.

Es ist das Ziel, unsere kulturelle Vielfalt zu erforschen, dem Bewusstsein besser zugänglich zu machen und auf diese Weise die persönliche Weiterentwicklung, die Selbstverwirklichung und somit die Gewinnung von Individualität zu unterstützen.
Damit richtet sich auceza.de an alle Menschen, welche die individuelle Freiheit schätzen, neugierig auf die Vielfalt der Welt sind und sich darin gerne orientieren mögen.

Die Website auceza.de ist mit Lebendigkeit und Liebe gefüllt und mag Lebendigkeit und Liebe weitervermitteln.

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3. Struktur

Neben der Präsentation von interessanten Artikeln aus den Themengebieten FASHION, ESPRIT und LIFESTYLE bietet auceza.de noch ein paar schöne Extras.
Es werden aktuelle GAMES vorgestellt, welche sich durch besondere Eigenarten positiv von den Konkurrenzprodukten unterscheiden.
Des Weiteren bietet auceza.de noch eine vollständige Auswahl aller auf dieser Website verlinkten Musiktitel unter der Rubrik LIFE IS MUSIC.
Außerdem gibt es eine Aufstellung von herausragenden, besonders individuellen und interessanten Websites innerhalb der Kategorie MUST SEE.
Schließlich wird das gesamte Angebot von auceza.de noch durch einen CHAT und ein FORUM abgerundet, um in den direkten Kontakt mit dem Publikum treten zu können. Interaktivität ist ein wesentliches Charakteristikum des Internets.

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4. Design
Das Design der Website präsentiert sich farblich ausgewogen und ist im Stil übersichtlich, aber auch etwas verspielt. Die verspielten Elemente finden sich beispielsweise im Hintergrund, welcher mit einem Flowerpattern gestaltet ist.
Das Logo der Website ist die Zeichnung „Frau im Spiegel“ und charakterisiert die Philosophie von auceza.de: Die Besucherin beziehungsweise der Besucher sieht sich in dem Einen oder Anderen Artikel widergespiegelt, kann das eigene Selbst erforschen und es mit anderen Welt- beziehungsweise Meinungsbildern vergleichen.
Das Logo erscheint auch als Favicon im Browserfenster.

Die Hintergrundgrafik im Header stellt einen Kreis mit Farbverlauf dar, welcher unterschiedliche Bedeutungen haben und somit auch die Phantasie der Besucher anregen kann.
So ist es beispielsweise möglich, darin eine sich ausbreitende Welle, eine Weltkugel oder eine Sonne zu erkennen.
Es sollen Dynamik und Strahlkraft mit dieser symbolischen Darstellung vermittelt werden.

Das übrige Design ist teilweise noch am WordPresstheme Red Light 1.2.0 von Stratus angelehnt, weisst allerdings bereits diverse Abweichungen von diesem Grundschema auf.
Insgesamt ist das ursprüngliche Erscheinungsbild kaum noch wiederzuerkennen und damit hat auceza.de einen einzigartigen Erscheinungscharakter gewonnen.

Obgleich die gegenwärtig dreispaltige Anordnung und auch die Präsentation der aktuellen Artikel dem Standard eines WordPressblogs entsprechen, sind auch hier bereits Änderungen geplant, um schließlich auceza.de die Performance eines ejournals zu verleihen.

Im Rahmen des Farbdesigns finden sich Weiß, Schwarz, ein flächenmäßig dominantes Hellgrau sowie ein sehr helles Pink mit einer feinen lilanen Tönung als Hintergrundanstrich für die einzelnen Artikel.
Die Schmuckfarbe ist Fuchsia und gibt der Website einen inspirierenden, frischen sowie femininen Look.

Die Farbdarstellung und die gesamte Performance von auceza.de werden durch eine minimale Transparenz, welche mittlerweile von den populärsten Browsern unterstützt wird, veredelt.
Aufgrund der Transparenz schimmert gelegentlich das Blumenmuster des Hintergrundbildes durch. Außerdem ergeben sich zauberhafte grafische Effekte wie beispielsweise eine leichte, aber angenehme Verschiebung des Farbspektrums, wenn der Bildschirm aus einem anderen Blickwinkel betrachtet wird.

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5. Technische Realisierung
Gegenwärtig wird das ejournal auceza.de mit WordPress umgesetzt. Allerdings ist bereits eine überarbeitete Ausgabe im Entstehen, welche dann ohne WordPress realisiert werden soll.
Die Nutzung von WordPress diente letztlich dazu, dieses Konzept zu entwickeln, einen Prototyp für die Website auceza.de zu erschaffen und dem interessierten Publikum eine Vorabversion zu liefern.

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6. Finanzierung
Es ist geplant, auceza.de zu einem Teil mit Bannerwerbung zu finanzieren.
Daneben wird später auch ein Premiumpaket angeboten, in welchem einige attraktive Sonderleistungen enthalten sind.
Dieses Premiumpaket dient in erster Linie dazu, LiebhaberInnen von auceza.de eine Möglichkeit zu geben, mit einem kleinen Beitrag die Weiterentwicklung des e – journals zu unterstützen.
Für eine geleistete Spende erhalten die Spenderin beziehungsweise der Spender als Dankeschön einen in Abhängigkeit von der Spendenhöhe zeitlich limitierten Zugang zum Premiumpaket.
Schließlich sind noch ein oder zwei kostenpflichtige Zusatzdienste in Planung.

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7. Nachwort
Audio Nachwort

Das Konzept von auceza.de ist ein offener Entwurf und wird sich vermutlich auch in Zukunft ständig weiterentwickeln.
Jedoch wurde nun mit dieser ersten Konzeptvorstellung ein Grundstein gelegt, um die Website professioneller betreiben zu können.
Es würde mich sehr freuen, wenn Dir, liebe Leserin, lieber Leser, dieses Konzept gefällt.
Sofern jemand Verbesserungsvorschläge hat, wäre ich sehr dankbar. :)

Eventuell teilst Du die freiheitliche Philosophie von auceza.de und bist deshalb am Erblühen dieser Zeitschrift interessiert.
Von daher mag ich noch einmal abschließend erwähnen, dass es schön wäre, wenn der Eine oder die Andere sich als freier Autor beziehungsweise freie Autorin hier auf auceza.de engagieren mag. 😉

Fröhliche Grüße, Deine Auc 😀


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P.S. …
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=FGuifmAGHZ0&feature=related[/youtube]
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Danksagung
Vielen Dank für den sehr hilfreichen Leitfaden zur Konzepterstellung an Stefan Bucher!!!

Informationsgesellschaft

Dienstag, September 13th, 2011

—Wohin uns die Kulturwissenschaften führen.—

Die Einführung des Internets verändert unsere Gesellschaft sehr stark. Allerdings stehen wir noch am Anfang der Entwicklung und es ist weitgehend unklar, wohin unsere Reise geht.
Die Soziologen haben versucht die jüngsten Tendenzen innerhalb unserer Kulturen in Worte zu fassen. So wurden Begriffe wie Risiko-, Wissens- und Informationsgesellschaft in die Welt gesetzt.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass wir Menschen aufgrund unser biologischen Konstitution begrenzt sind in der Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Möglicherweise kann diese Fähigkeit verbessert werden – möglicherweise aber auch nicht.
Bereits die ersten Menschen auf diesem Planeten haben in etwa genauso viele Informationen aufgenommen wie wir heute. Jedoch hatten diese Informationen andere Inhalte: Die frühen Menschen merkten sich Landschaftsbilder, Gerüche, die Spuren der Tiere, das Aussehen der anderen Sippenmitglieder usw.
Niemand käme auf die Idee, die Steinzeitmenschen deshalb als Mitglieder einer Informationsgesellschaft zu bezeichnen.
Ebenso kann mit dem Feststellen einer Informationsflut nicht angemessen beschrieben werden, was aktuell passiert: Auch die Steinzeitmenschen waren bedingt durch ihre Wahrnehmungsorgane andauernd den auf sie eindringenden Informationsmassen ausgesetzt.

Es wird argumentiert, dass Informationen heute eine sehr viel größere Bedeutung haben als früher. Stimmt das auch wirklich??? Waren Informationen für den von der Kultur so abhängigen Menschen nicht immer von herausragender Bedeutung???

Es wird argumentiert, dass das gesamte Wissen der Menschheit sich fortlaufend exponentiell vermehrt.
Im Endeffekt jedoch besitzt die Menschheit nur das Wissen, welches in den menschlichen Gehirnen abgespeichert und so direkt verfügbar ist. So trifft der Mensch auch die meisten Entscheidungen auf der Basis der Gefühle. Die Gefühle wiederum werden maßgeblich durch die bereits erlernten Informationen bestimmt. Aus dieser Perspektive heraus hat sich die Gesamtmenge des menschlichen Wissens zwar durch eine größere Weltpopulation erhöht, wächst aber nicht fortlaufend in kürzester Zeit exponentiell.
Die Menge an potentiell verfügbarem Wissen beispielsweise durch die Internetnutzung ist nur von sekundärer Bedeutung. In der steinzeitlichen Ära waren im Grunde ebenso unbegrenzt viele Sinneseindrücke und damit Informationen vorhanden, wenn denn nur aufmerksam die Welt beobachtet worden ist. Schließlich ist Wissen nur eine strukturierte Informationsmenge.

Es ist eine folgenschwere Illusion zu glauben, dass das durch Medien verfügbare Wissen dem im Gehirn vorhandenen Wissen gleichwertig ist. Zunächst einmal wurde und wird sehr viel mangelhaftes und halbwahres Wissen abgespeichert. Es bleibt in den Medien regelmäßig unverändert erhalten während das menschliche Gehirn im Regelfall nutzlose oder falsche Informationen vergisst. Das Medienwissen ist quasi „totes“ Wissen während das im Gehirn vorhandene Wissen „lebendig“ ist.
Des Weiteren muss stets geprüft werden, ob das durch Medien verfügbare Wissen aktuell, verständlich und der vorliegenden Problemsituation angemessen ist. Dies gelingt vielfach nicht und kostet sehr viel Zeit. Manche glauben, dass es genügt zu wissen, wo etwas steht. Diese Einstellung offenbart eine ausgeprägte Unfähigkeit zum kritischen Denken.
Wer mag die kommunistische Theorie nach dem Zusammenbruch des Ostblocks oder die neoliberale Theorie nach dem Scheitern der westlichen Welt noch für „verlässliches“ Wissen halten??? Dennoch werden diese Theorien zum exponentiell wachsenden Menschheitswissen gezählt!!!
Aus Fehlern kann nur dann gelernt werden, wenn fehlerhaftes Wissen vergessen wird.

Möglicherweise hat sich unser Wissen aufgrund naturwissenschaftlicher Erkenntnisse qualitativ verbessert. Wir sind fähig mit Hilfe von Technologien große Macht auszuüben und gewaltige Zerstörungen zu bewirken. Dies ist aber nur dann bedeutsam und positiv, wenn das verfügbare Wissen auch verstanden und zum Guten verwendet wird. Ob uns dies heutzutage besser gelingt als den Steinzeitmenschen wird die Geschichte zeigen.

Auch der Begriff der Risikogesellschaft kann hinterfragt werden. Häufig wird das Wort „Risiko“ verwendet und der Begriff ist ein Modewort.
Jedoch waren die Menschen stets hohen Risiken ausgesetzt. Im Mittelalter und in der Antike war beispielsweise das „Risiko“ jung zu sterben wesentlich größer als heute. In den meisten Gesellschaften der Weltgeschichte war das allgemeine und spezielle Lebensrisiko sehr viel größer als in der Gegenwart. Waren von daher nicht eher die antiken Kulturen Risikogesellschaften???

Es erscheint beinahe so, dass einfach nur Modeworte von den Kulturwissenschaftlern relativ unreflektiert aufgegriffen und als neuer gesellschaftlicher Trend ausgerufen werden.
Es ist denkbar, dass nicht die Aufklärung der Bevölkerung das primäre Interesse ist, sondern vorwiegend nur bestehende Machtstrukturen um jeden Preis erhalten werden sollen.
Es erscheint beinahe so, dass die Kulturwissenschaftler nicht funktionierende Problemlösungen präsentieren und stattdessen wie Scheuklappen wirkende Denkschemata erschaffen. So begrenzen die Akademiker mit Hilfe von Ideologien die kulturelle Entwicklung und lenken sie so möglicherweise in eine von ihnen gewünschte Richtung. Auf diese Weise vernichten sie vor allen Dingen die Möglichkeiten der freien Meinungsbildung sowie unsere kulturellen Entwicklungspotentiale: Unliebsame Meinungsbilder werden als unwissenschaftlich oder auch als Mindermeinung diffamiert und so die Kontrolle über das Denken der Menschen gewonnen.

Beispielsweise konnten neoliberale Theoretiker wider besserer Erkenntnis lange Zeit erfolgreich verhindern, dass die Bankaktivitäten in den USA wachsam betrachtet und kritisch diskutiert werden.

Tatsächlich verändert sich unsere Gesellschaft und viele Phänomene erscheinen als beschleunigt oder sogar als chaotisch. Leben wir deshalb wirklich in einer hochdynamischen, sich hyperschnell entwickelnden Kultur???
Vielleicht erleben wir nur das Chaos einer sich im Zusammenbruch befindenden Kultur: so in etwa wie es bereits die Römer beim Zerfall ihres Reiches erfahren haben!!!
Für uns erscheinen vor allem die technologischen Innovationen als gewaltig und so verändern sich unsere Lebensbedingungen und die Möglichkeiten unserer Lebensgestaltung sehr schnell.
Vielleicht fehlt uns nur die richtige Perspektive auf diese Geschehnisse. So wie mancher Mensch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, weil ihm die Idee des Waldes nicht in den Sinn kommt.

Starke Veränderungen der Lebensbedingungen gehören gerade für den Menschen zur kulturellen Normalität. Sicherlich wurden die Menschen des Mittelalters nicht mit so vielen neuen Ideen konfroniert wie wir Menschen der Gegenwart. Dennoch bleibt die Aussage, dass sich viel oder wenig Veränderung vollzieht, immer eine subjektiv geprägte. Manche Menschen empfinden die gegenwärtigen Veränderungen möglicherweise als gar nicht so dramatisch und fühlen sich inspiriert, während andere Menschen Angst erfahren.

Was aber entscheidend ist bei der Analyse all dieser Phänomene und im Wesentlichen überhaupt keine Beachtung findet, ist die Frage, ob vielleicht einfach nur die verbreiteten Vorstellungen über das Menschsein und über unsere Kultur mangelhaft bzw. falsch sind.
Vielleicht empfinden wir in vielen Zusammenhängen nur eine Überforderung, weil die vor uns liegenden Phänomene nicht zu unseren Weltvorstellungen passen und wir von daher nicht begreifen können, wieso dies oder jenes überhaupt passiert.
Es fehlen uns möglicherweise nur innovative philosophische Ideen, um einen intellektuellen Rahmen zu konstruieren, in dem alle Erscheinungen befriedigend geordnet werden können.

So besehen leben wir gerade nicht in einer Wissensgesellschaft, weil uns das entscheidende Wissen nämlich das philosophische Orientierungswissen zunehmend abhanden kommt.
So besehen leben wir gerade nicht in einer Informationsgesellschaft, weil viele Nachrichten unwichtig, halbwahr oder inhaltlich leer, also ohne bedeutsame Information sind. Dennoch präsentieren sie sich als informativ. So wie in etwa ein Produkt der Fast-Food-Industrie nahrhaft aussieht aber in vielen Fällen ungesund ist.
So besehen leben wir gerade nicht in einer Risikogesellschaft, weil die fortschrittliche Technologie viele allgemeine und spezielle Risiken der menschlichen Existenz reduziert hat.
Wir leben eher in einer verwirrten, orientierungslosen Gesellschaft.

Wie kann es sein, dass sich die Kulturwissenschaftler mit ihren Ideologien und Terminologien bereits so weit von der Lebenswirklichkeit entfernt haben???
Anstatt Problemlösungen hervorzubringen und nützliches Wissen zu schaffen, bleiben Kulturwissenschaftler stets auf dem Niveau einer mehr oder weniger sinnvollen Problemfeststellung stehen. Ihre Begriffe spiegeln nicht unsere kulturelle Realität wieder, sondern sie charakterisieren hauptsächlich ihre eigene intellektuelle Unfähigkeit und ihre persönlichen paranoiden Ängste.
Der miserable Zustand der abendländischen Kulturen ist der offenkundige Beweis dafür, dass unsere Kulturwissenschaften total versagt haben: Es war die Aufgabenstellung der Kulturwissenschaftler unsere Kultur weiterzuentwickeln sowie das menschliche Leben zu bereichern. Was würde mit einem Naturwissenschaftler geschehen, der über Dekaden hinweg nur nicht beweisbare sowie absurd weltfremde Theorien formuliert???
Die Kulturwissenschaft kann kein verlässliches oder nützliches Orientierungswissen formulieren, weil sie möglicherweise als Institution für diese Aufgabenstellung strukturell ungeeignet ist. Sollten nicht demokratisch organisierte Prozesse die Entwicklung von Orientierungswissen und Meinungsbildern in unseren freiheitlichen Kulturen dominieren???

Einstmals war der durch Inzucht genetisch geschädigte Adel dem Irrglauben erlegen, dass der Pöbel nicht zur selbstständigen Entscheidungsfindung fähig ist. In genau derselben Weise empfinden die durch halbwahre Ideologien geschädigten Akademiker der Gegenwart, dass die Bürger nicht genügend qualifiziert sind für die fortschrittliche Wissensgesellschaft von morgen. Die Bürger sollen im Bildungssystem nach dem Gutdünken der selbsternannten Bildungsexperten zu „mündigen“ Menschen reifen. So müssen sie idealerweise durch ein akademisches Studium ihre geistige Reife im Rahmen der „fortschrittlichen“ Bildungsgesellschaft dem Professor beweisen. Konsequenter Weise empfindet sich die dekadente akademische Elite als „Königsmacher“ in unserer Gesellschaft. Konsequenter Weise wird eine weitreichende Verschulung eingefordert nach dem Motto: Lebenslanges Lernen. Konsequenter Weise sollen Kinder möglichst früh eingeschult und die Gehirnwäsche „zum Wohl der Allgemeinheit“ am besten schon im Mutterleib begonnen werden.
Es wird komplett verschwiegen, dass der Mensch sowieso ständig lernt auch ohne angewiesen zu werden, was nun sofort auf welche Weise zu lernen ist!!!
So wird der Bürger durch das Schulsystem nicht richtig informiert sondern in die „richtige“ geistige Form gezwungen. -.-

Tatsächlich findet eine zwangsweise geistige Züchtigung und Normierung im Sinne weniger Meinungsführer statt: lebenslängliche intellektuelle Knechtschaft.
Wer sich der jahrzehntelangen geistigen und psychischen Vergewaltigung widersetzt wird aussortiert und zum gesellschaftlichen Proletariat gerechnet. Wer sich der jahrzehntelangen geistigen und psychischen Sterilisation bzw. Kastration widersetzt gilt als unbelehrbar dumm!!!
Das Volk soll doch bitteschön für den „gesellschaftlichen Fortschritt“ Opfer zum einseitigen Vorteil der akademischen Elite bringen!!!
Tatsächlich soll ein geistiger Überwachungsstaat eingerichtet werden, in dem jede unliebsame Meinung sofort aufgespürt und zensiert sowie abgestraft werden kann. So wird nebenbei effektiv verhindert, dass sich unsere Kultur weiterentwickelt. So wird die Idiotie einiger Akademiker endlich zur „ewigen“ unkritisch reproduzierten „Wahrheit“!!!

Es ist sehr unsicher, welchen Wert das Schulwissen hat. In vielen Fällen zeigt es sich als nutzlos für die Gestaltung eines erfolgreichen, glücklichen Lebens in Freiheit.
Manche glauben sogar, dass in der Schule das Lernen selbst gelehrt wird: Es wird also angeblich gelernt zu lernen.
Sicher und auch vielfach von Psychologen nachgewiesen ist jedoch, dass auf der Grundlage von Bestrafung vermittelte Lerninhalte negative Effekte haben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Wissen nicht verstanden sondern nur geistlos reproduziert und somit auch nicht sinnvoll oder zum Guten angewendet wird. Aus dem zwangsweisen Lernen resultiert unkritisches Denken und Obrigkeitshörigkeit. Es entsteht dabei eine zertifizierte Selbsttäuschung über das eigene Wissen und die eigenen Fähigkeiten.
Sicher und auch vielfach von Psychologen nachgewiesen ist jedoch, dass durch künstliche extrinsische Motivation die intrinsische Motivation reduziert wird: Es wird also das selbstständige, freiwillig motivierte Lernen in der Schule absichtlich abgewöhnt.
Es werden also gehorsame Sklaven und Soldaten gezüchtet und das mündige, kritische Bürgertum soll systematisch vernichtet werden.

Wissenschaft dient dazu neuartiges Wissen zu schaffen. Dabei werden nur verlässliche, überprüfbare Erkenntnisse als Wissen akzeptiert. Es wird nur als Wissen das akzeptiert, was nachhaltig das menschliche Leben verbessert. Im Rahmen der Naturwissenschaften gelingt die Wissensgenerierung auch scheinbar relativ gut. Im Rahmen der Kulturwissenschaften gelingt dies offenkundig überhaupt nicht.

Warum??? Weil die Ideen der Naturwissenschaftler auf der Basis von Experimenten anhand der sich ständig wiederholenden Weltphänomene immer wieder überprüft werden können. Auf diese Weise kann Gewissheit gewonnen werden.
Da menschliche Kultur aufgrund ihrer unüberschaubaren Komplexität ein einmaliges Phänomen ist und sich nicht wiederholt, können keine Experimente zur Bestätigung der kulturwissenschaftlichen Thesen durchgeführt werden. Deshalb ist das, was die Kulturwissenschaft hervorbringt kein Wissen, sondern jeweils ein stark subjektiv geprägtes Meinungsbild. Zudem ist dieses subjektive Meinungsbild durch viele Glaubensmomente gekennzeichnet.
Letzten Endes setzt sich eine kulturwissenschaftliche Theorie nur dann durch, wenn es gelingt andere Menschen erfolgreich in ihrer Weltwahrnehmung zu manipulieren und fremdzusteuern.
Dies hat unter anderem auch dazu geführt, dass Marketingsaspekte beim Verfassen von geisteswissenschaftlichen Abhandlungen regelmäßig als wichtiger bewertet werden als innovative Inhalte. Des Weiteren ist die rein formale Präsentation geisteswissenschaftlicher Thesen immer mehr zu einem rituellen Fetisch der Akademiker geworden.

Warum erheben einige Menschen in einer demokratischen Kultur Anspruch darauf eine bessere Meinung zu haben als andere und dürfen sogar ihre Meinung als „wissenschaftlich“ verkaufen bzw. anderen Kulturmitgliedern aufzwingen???
Teilweise legitimieren sich die Akademiker nur dadurch, dass sie weniger Rechtschreibfehler machen und unnötig verkomplizierende Terminologien geistlos reproduziert haben.

Kulturwissenschaftler sind die versteckten Tyrannen in unserer Gesellschaft, welche ihre Meinungen anderen aufzwingen und abweichende Meinungen wie in einer Diktatur zensieren. Sie versuchen das menschliche Denken zu vereinheitlichen im Sinne ihrer eigenen, vielfach hedonistisch verzerrten Meinungsbilder. Sie sind die ideologieverblendeten Meinungsdiktatoren in einer zunehmend akademisierten, wissenschaftshörigen Gesellschaft.
Es ist ein großer Irrtum zu glauben, dass wir diese selbsternannten Meinungsführer mit ihren verrückten Theorien nötig haben. Wir brauchen auch keine zwangsweise verordneten und in der Schule eingeimpften Ideologien:
Wir können selbstständig denken!!!
Von daher leben wir weniger in einer Wissens- bzw. Informationsgesellschaft sondern zunehmend in einer Wissens- und Informationsdiktatur. Wir leben weniger in einer Risikogesellschaft sondern vielmehr in einer Gesellschaft, welche dank der Kulturwissenschaftler dem hohen Risiko ausgesetzt ist, ihren demokratischen, freiheitlichen Charakter zu verlieren.

Nachdenkliche Grüße, Eure Auc :)

P.S. Wenn unser gesamtes Wissen ein Puzzle ist, dann fehlt uns ein wichtiges Puzzleteil: Wir müssen es suchen, um zu verstehen, was gerade vor unseren Augen geschieht. Gelegentlich sitzt der Teufel im Detail.
Ich habe Puzzle immer geliebt. 😀

Manche 68iger werden sich fragen, was sie falsch gemacht haben, weil sich die Verhältnisse andauernd verschlechtern und ihre Ideen gescheitert sind. Ihr habt nicht geliebt… und ihr seid zu dem geworden, was ihr einstmals verabscheut habt. :(
Wer mit dem Drachen kämpft, der wird zum Drachen.
Hass kann nicht mit Hass aus der Welt gebracht werden.